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Die Fluchtschiffe kommen

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Die Fluchtschiffe kommen

Viele von euch waren im Dezember bei dem fantastischen Konzert von Strom & Wasser feat. The Refugees – nun kommt Heinz Ratz mit Strom & Wasser und einem neuen Projekt nach Bonn –
Wir freuen uns, in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Bonn, der UN- Flüchtlingshilfe, dem AstA der Uni Bonn, Refugees Welcome und mit euch zusammen die „Fluchtschiffe“ am 7. August am Alten Zoll auf der Bühne des Stadtgartens begrüßen zu dürfen!
Die Fluchtschiffe sind zwei Flöße, gebaut aus Kiefernstämmen – auf einer Tour von Nürnberg nach Berlin über Deutschlands Wasserstraßen. Viele bürokratische, logistische und technische Hürden mussten genommen werden bis diese beiden abenteuerlich anmutenden Gefährte – Schwimmkörper „Carl“ und Schwimmkörper „Peter“ im feinsten Behördendeutsch genannt – sich auf ihre lange Reise machen durften. Am 15. Juli startete die erste Fahrt von Nürnberg nach Fürth – nur 10 km auf dem Main -Donau Kanal, doch kurz vor Abfahrt kamen zwei freundliche fränkische Beamte von der „WaSchPo“ und brachten neue Vorschriften und Regeln. Jemand vom Rhizom war schon beim Bau und der ersten Fahrt mit dabei, und für dieses Erlebnis haben sich alle Mühen gelohnt!

Doch die wahre Motivation für dieses Floßabenteuer ist keineswegs so verrückt wie es sich anhört: Es geht um Frauen die aus reiner Not aus Ländern dieser Erde geflüchtet sind, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, die in ihrer ohnehin schon schweren Situation wesentlich mehr um Repressalien, Gewalt und Ihr Leben fürchten müssen als männliche Flüchtende.

Ausführliche Informationen zur Tour und der Motivation findet Ihr auf der Homepage des Projekts unter www.fluchtschiff.de – dort gibt es auch einen bebilderten Blog und die Möglichkeit die Floßfahrer zu unterstützen.

Am 7. August werden die Flöße aus Koblenz kommend gegen nachmittag in Bonn anlegen, dort gibt es ein Kinderprogramm für Geflüchtete die in unserer Stadt wohnen, abends beginnt um 20 Uhr am Alten Zoll – bei freiem Eintritt – das Open Air Konzert.
Wenn Ihr euch fragt wie Ihr das Projekt unterstützen könnt – wie so oft bei solchen Projekten steckt der Teufel im Detail – beispielsweise musste in letzter Minute ein zusätzliches Schlauchboot mit 30 PS Außenborder beschafft werden – und das steht auch nicht mal eben im Keller startbereit. Allein das zusätzliche Boot hat 2200 € gekostet. Wer möchte darf dieses tolle und wichtige Projekt gerne finanziell unterstützen, es gibt ein eigens eingerichtetes Spendenkonto:

Verwendungszweck: „Fluchtschiff-Projekt“
Bank: Förde Sparkasse
BLZ: 21050170
Konto: 91054684
IBAN: DE30210501700091054684
BIC: NOLADE21KIE

Wer uns gerne bei der Orga unter die Arme greifen will: Wir sind ab nachmittags am Alten Zoll (Schiffsanleger steht noch nicht fest) und freuen uns über jede tatkräftige Unterstützung!
Insbesondere willkommen sind noch Speisen jeder Art um den Floßfahrer*innen und der Band ein delikates Mahl bieten zu können.

(Fotos sind von Jan Krüger, Ausnahme Bild 6 Heinz Ratz)

Die Auflösung von Raum und Zeit

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Die Auflösung von Raum und Zeit

Lange Theaternacht in Bonn – Das Rhizom löst Raum und Zeit auf

Zum wiederholten Male stand die lange Theaternacht in Bonn am 28.4. ins Haus. Dutzende Spielorte zeigten Ausschnitte aus ihrem Programm. Ein Rennen mit der Zeit im Raum war vorprogrammiert, wollte man nur einen Bruchteil der Stücke sehen. Für einige kam es anders.

In der Spielstätte Beuel des Theaters Bonn lief man Gefahr in die Fänge eines undurchschaubaren Kollektivs zu geraten, welches auf den mysteriösen Namen „Rhizom“ hört. Raum-Zeit-Piraten aus der kulturellen Diaspora neben dem Sternzeichen des Beethovens.
Machte man den Fehler ihren roten Teppich zu betreten, konnte man jegliche Planung seines Abends getrost vergessen, es sei denn man war in keinster Weise geneigt sich dem tickenden Schrittmacher der Gesellschaft, der Uhr, zu entziehen. Schon die Wartehalle vor der Raum-Zeitschleuse nahm jeden Zeitdruck, denn aus unerfindlichen Gründen hatte die Endlosschleife der Warteliste rein gar nichts damit zu tun, wie und wann man in die Schleuse gebeten wurde. Derweilen lief der Sand der Zeit unermüdlich durch die Uhr.
Kaum die Schleuse betreten, verstummten alle Geräusche und die Zeit bleib stehen. Ohnmächtig versuchten unzählige Uhren dies zu ändern, doch sie waren gekappt von jeglicher Versorgung, verharrten in der Vergangenheit ihres letzten Schlages. Wo keine Zeit dort auch kein Licht? Das mag die Welt der Forschung klären. Das Augenlicht der Besucher verblasste in der Schleuse. Gleich einem textilen Band wickelte sich die Unendlichkeit um die Augen, beschränkte die Sinne und für einen Augenblick war allein die Nase in der Lage die lichtlose Stille zu beschreiben. Dann ganz langsam, von zarten Fingern geleitet, setzte man einen Schritt vor den nächsten und ein Geräusch drang an die Ohren. War die Zeit zurück. Ticken, Weckerklingeln, der Ruf eines Kuckucks wurden mit jedem der nun folgenden etwa 50 Schritte lauter bis man direkt im Uhrwerk zu stehen schien. Doch stehen bleiben war nicht das Ziel und so wurde das Ticken, Klicken und Schrillen mit jedem weiteren Schritt wieder leiser, im gleichen Maße, wie sich andere Geräusche vermehrt bemerkbar machten. Klänge, unterschiedlichster Natur und doch in fast stimmiger Harmonie, schwollen zu einer Katatonie an, bis plötzlich der Schritt stoppte. Das Licht kehrte zurück, der Gesang der Sirenen blieb und doch umgab schwarz den Schreitenden auf seinem Weg durch einen nun engen Gang. Feuerwerkartige Lichter erhellten das Ende und dann kurz bevor man in sie hinein lief, veränderte sich alles. Das Licht reagierte auf jede Bewegung und wies den Weg weiter um eine Ecke in die Schwärze. Ein Tuch hob sich und plötzlich öffnete sich der Raum in luftige Höhe und riesige Leinwände taten sich gleich einer Dreifaltigkeit vor einem auf. Die Sirenen, Geräusche, Töne schwollen noch einmal an und verbanden sich mit den wechselnden Bildern auf den Leinwänden, während, wie aus weiter Ferne, Trommelschläge ertönten. Gebannt starrte man auf das visuelle Spiel der Bilder, gab sich den Klängen hin und realisierte dann einen schwarzen Kubus mittig vor der Mutter aller Leinwände. Vorsichtig und doch mit gespanntem Schritt näherte man sich diesem Kubus, trat hinein und wurde Teil des Sounds, so wie schon andere, die diesen Weg gegangen waren und dem Ton der Meister ihre eigene Stimme, ihre eigene Idee hinzufügten.
Doch auch wie alles andere, so hatte auch dies zu unbestimmter Zeit ein persönliches Ende und man verließ Klanghalla durch einen kleinen Seitengang zurück in die Realität, zurück in die Theaternacht.
Für alle dann verlorenen und alle nie verloren Gegangenen warteten die Menschen des Planeten Rhizoms dann noch mit einem weiteren Sinnensschmaus auf. „Kurze an die Wand“ hatte den Außenraum erobert und zeigte unter der Obhut von R2D2 bei Popcorn und Chai-Tee eine bunte Sammlung an Kurzfilmen in mit Pflanzen umrankter Atmosphäre.

 

Ein richtig großes DANKESCHÖN geht raus an die superguten Menschen, die in Beuel Requisite, Fundus, Technik, Licht und Kostüm verwalten und organisieren. Ohne euch hätten wir wohl nur halb so viel geschafft. An Michael, Ypsmael, Holger, Rolf und Tim für den Sound und die Visuals. An Jo für das feinherbe Theater & Rhizom Bräu. Und zu guter letzt ein Dank an euch alle, die mal wieder einfach mitgemacht haben. Ihr seid Heldinnen der Kultur!

 

Fotos von Jo Hempel

Die erste Lesebühne im neuen Jahr, hurra!

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Die erste Lesebühne im neuen Jahr, hurra!

Schreibbegeisterten Menschen eine Bühne geben, um Gedichte und Geschichte, Verwirrendes und Klares, Seichtes und Heikles, aber Hauptsache Selbstgeschriebenes, vorzutragen, ist seit die mittlerweile 3 Jahre alte Idee der Rhizom-Lesebühne.

Orte hatte sie schon viele, nur in einer Buchhandlung ist sie noch nicht gewesen: dem Ort des Schreckens und des Glücks jedes/r Schreibenden. Zumindest derer mit großen Hoffnungen und Ambitionen. Aber was ist entscheidend auf dem Weg vom stillen Kämmerlein zum Markt der Bücher? Talent oder Geld? Literarischer Anspruch oder Massentauglichkeit? Und was macht eigentlich das Rhizom in einem kommerziellen Raum? !!!Sich auf den Widerspruch einlassen, ihn thematisieren und vielleicht auch ein bisschen dekonstruieren. Menschen mit Herzblut einige Momente ungeteilter Aufmerksamkeit verschaffen, inmitten von Bestsellern, in der schillernden, schnelllebigen Bonner Innenstadt.

19.1., 20 Uhr, der Laden ist proppenvoll, man sitzt auf der Treppe, auf dem Boden auf Stühlen. Immer wieder kommt jemand nach oder zufällige neugierige Passanten finden den Weg nach drinnen. Schließlich lauschen mehr als !!!100 Paar Ohren dem Vorgetragenen: dieses Mal mehr Gedichte als Prosa, mehr schwere Kost als fröhliche Zeilen – diese Lesebühne ist eine Winterlesebühne.

Doch zum Glück gibt es da noch Holm und Katharina, 2/3 der Band Tonträger, die den Abend mehr als gelungen begleiten und zu einem runden Ganzen machen. Vielen Dank an euch! Und auch an euch, die ihr uns eure Texte eingesandt habt. An die Überraschung eines Gedichts, dessen Worte fast niemand der Anwesenden verstanden hat. An das großartige Publikum; was für eine Stimmung! Danke an alle Danke-Sagenden und auch an alle Kritik-Übenden.

Bis bald auf ein Neues!

P.S. Lust, auch mal auf der Bühne zu stehen oder deine Ergüsse vorlesen zu lassen oder auf irgendeine andere Art und Weise bei der Lesebühne mitzumachen? Dann schreib an lesebuehne (ätt) rhizom-bonn (punkt) de

Und wenn ihr wollt, dass Tonträger mal auf eurer Veranstaltung spielen, dann schreibt an tontraeger (ätt) posteo (punkt) de

Folgende Fotos sind von Jo Hempel:

Lesebuehne Bukowski_JoHempel_01

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Schmalz statt Hirn

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Schmalz statt Hirn

der ultimative KulturArmKampf
(Rhizombar vom 03.01.2014)

Es kam wie gedacht. Sly Stallone sagte ab, die Bonner*innen sagten zu.
Auch wenn ganz klar zu merken ist, dass solch ein Armdrückwettbewerb erstmal ganz schön uncool ist. „Ne lass mal, ich bin nicht trainiert“.
Als ob es darauf ankommen würde, dass das Rhizom die stärksten Frauen und Männer Bonns auffährt.
Freude ist das Schlagwort, Freude und Entertainment, wenn wir sonst nichts (sozial)kritisches zu sagen haben. Der Brühe-Hobel hängt im Turm ist ein weiteres gängiges Sprichwort. Mensch kam spät und es sah zuerst so aus, als wenn doch zu viele zu cool wären, um richtig zu rocken. Als die Listen für die Teilnehmer*innen der Frauen und Männer dann gefüllt waren, 16 zu 16, wurde es schlagartig voll und mit jedem Kampf stieg die Stimmung, bis das Jolen auch DJ Overthetop übertönte und KulturArmKampf Bräu* in Ströhmen floss.

Klangvolle Namen traten gegeneinander an; die Rote Flora, Samurai, Pisco Killa, Raubkatze,
Püppi, Trizeps Gorilla, Dieter Geil, Krasskolnikow, Pussy Cat, SahneHaube und Lisa Leichtarm – um nur Einige zu nennen.

Fair waren die Regeln. Die Gegner*innen wurden ausgelost und die Siegerin erreichte im Knock out Verfahren die nächste Runde.
Dabei wurde nicht an Ausdauer gespart, so mancher Kampf dauerte etliche schweiss treibende Minuten mit schlauchdick geschwollenen Adern.

Unerwartet siegte dann, der nur vom Namen her eher wenig furchteinflößende, Georg im Finale der Männer gegen Dirk Diggler und Lisa Leichtarm drückte bei den Damen die Raubkatze auf Platz zwei.

Und jetzt Ihr Lieben, die Schlagzeile der Veranstaltung:

Lisa Leichtarm schlug im Superfinale nicht ganz unerwartet den Georg.

Frauen, Ihr seid zu geil!
Und Prost mit einer ordenlichen Ladung Perlwein der bekannten Marke KulturArmKampf Brut*

*(TM) nur erhältlich bei Rhizom KulturArmKampf Veranstaltungen
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Fotos JoHempel und Janferious

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Konzert Strom & Wasser feat. The Refugees

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Konzert Strom & Wasser feat. The Refugees

Ganz knapp sind alle an einem pseudo-intelligenten Raketeneinschlag vorbeigerasselt.
Strom und Wasser brachte mit den Refugees eine bunte Mischung hervorragender Musiker_innen in die Brotfabrik, deren Herkunftsländer meist nur mit dem schönen Wort Terror in Verbindung gebracht werden.
Und die ließen es ganz schön krachen. Zum Glück war das Einzige, was an dem Abend explodierte, die Stimmung der Massen.
Lingualpolitischen Zündstoff gab es ja genug, ist die Existenz vieler AsylbewerberInnen, bzw. Flüchtlinge in Deutschland ein emotionales Trauerspiel im bürokratischen Dschungel.
Das schöne an Musik ist jedoch immer, dass Frust, Wut und Verzweiflung darüber abgebaut werden können und wenn die Musiker_innen mit dem Publikum dann zusammen swingen zählt nur der Moment der Freude.
Und Freude gab es genug.
Die Brotfabrik war mehr als voll, das Publikum bunt gemischt und die Musiker in Stimmung.
3 Stunden lang wurden die Beine in Bewegung versetzt und nebenbei über die Situation in Deutschland aufgeklärt. Manches scheint der Deutsche im Bezug auf Ausländerpolitik doch eher so verinnerlicht zu haben, wie die Geschichte von Blümchen und Bienchen.
Als dann zum Ende des Konzertes das Rhizom Heinz Ratz und den Musikern einen Scheck über 2180 Euro überreichen konnte, gab es ungläubige, erstaunte und emotionale Gesichter.
Bonn, Ihr habt gerockt!
Und unterstützt mit Euren Spenden nicht nur das aktuelle, sondern habt eine wichtige Grundlage für ein kommendes Projekt geschaffen, welches im nächsten Sommer ein Theaterschiff, Musiker und den Weg nach Berlin verbinden wird. Mehr dazu findet Ihr dann hier….

Das Rhizom nimmt übrigens das Geld was Ihr an der Konzerttheke vertrunken habt und spendet es an Refugees Welcome Bonn, die gerade eine akute Situation haben. Mehr dazu hier (Link zu Refugees Welcome) und hier (Spendenaufruf) ….Prost!

Folgende Fotos sind von Jo Hempel
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Astronaut & Stella im Kunstgarten

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Das Konzert heute Abend wird aufgrund unbeständiger Wetterlage leider abgesagt!

Kommenden Freitag, 21.6. präsentiert das Rhizom Astronaut & Stella im Kunstgarten. 17 Uhr geht es los!

Astronaut & Stella

Astronaut & Stella sind mit krachigen Gitarren, säuselnden Gesängen und skurrilen Bühnentänzen die „Addams-Family des Rock’n’Roll“. Support: Lake Cisco.

Gratis und im Freien.

Wie man hinkommt: Der Kunstgarten liegt direkt neben dem Konzertgelände des Kunstrasen, unterhalb des Posttower bzw. des Rheingarten, direkt am Ententeich.

Das Rhizom wurzelt im Kunstgarten

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Pele Caster und Ben ShadowAm vergangenen Wochenende startete die Rhizom-Konzertreihe im Kunstgarten – gratis und im Freien! Los ging es mit Pele Caster und Ben Schadow, die den Tag frei nach dem Motto „Bier und Sonnenschein“ ausklingen ließen. Im lauschigen Ambiente im Grünen der Rheinaue präsentierten sie ihr gemeinsames Akustikset. Das Publikum (klein, aber fein) erfreute sich an den beiden.

Wer die Hits von Ich hab‘ geträumt, ich wär tot bis Wir haben uns verpasst hat, kann das auf http://benschadow.de/ und http://pele-caster.de/  nachholen!

Trotz kommerziell anmutendem Hintergrund haben wir beschlossen, diese Verästelungen zu bilden. Denn ein Rhizom treibt an den unvohergesehensten Stellen aus. Die Möglichkeit, coole und weitgehend unbekannte Musiker an einem schönen Ort ohne Eintritt zu präsentieren, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Aber keine Sorge, das Rhizom bleibt sich treu.

Hier das komplette Programm im Überblick, Aktualisierung folgt!

21.06.: Astronaut und Stella, 17 Uhr

Astronaut & Stella sind mit krachigen Gitarren, säuselnden Gesängen und skurrilen Bühnentänzen die „Addams-Family des Rock’n’Roll“.

13.07.: Positano

Aus Bonn City, zwei Stimmen, zwei Gitarren. Sie spielen: Satire-Folk. Alltags-Soul. Akustik-Rap. Das Ganze seit 2003.

26.07.: Cats n fruits

Togoische Lieder, portugiesische Fados, indische Ragas und französische Kinderlieder sowie eigene Kompositionen in singer-songwriter Tradition werden verschmolzen mit Balkan Folklore, der minimal music und toy music-production.

06.09.: Strom & Wasser feat. The Refugees tbc

Mit Musikern aus verschiedenen Ländern (u.a. Gambia, Afghanistan, Russland), die Heinz Ratz auf seinen Besuchen von Flüchtlingslagern in ganz Deutschland kennenlernte, präsentieren er und seine Combo eine phantastische Mischung aus lebensfrohem Dub, Reggae, Hiphop und Balkanbeat.

21.09.: Bohai

Breitgefächerte musikalische Einflüsse von Dancehall über Funk bis zu Elektro – alles handgespielt und mit ironisch-humorvollen deutschen Texten. Rhythmusbetont und durchweg tanzbar!

http://www.kunstrasen-bonn.de/index.php/veranstaltungen/kunst-garten

Wie kommt man hin?

Der Kunstgarten liegt direkt neben dem Konzertgelände des Kunstrasen, unterhalb des Posttower bzw. des Rheingarten, direkt am Ententeich.

Rhizom und BonnBunt – eine kleine Entstehungsgeschichte

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bonnbunt_quadrat Als Rhizom wird in der Botanik ein Wurzelgeflecht bezeichnet, das sich scheinbar chaotisch ausbreitet, ständig neue Verästelungen und Verknüpfungen bildet, an unvorhergesehenen Stellen austreibt und an die Oberfläche drängt.

BonnBunt ist solch ein Ast, ein Trieb, der aus dem Rhizom erwachsen ist.

Das Ziel der Schaffung eines Freiraums, eines Ortes für Kreatives und Kultur in Bonn, stand lange im Mittelpunkt der Arbeit des Rhizoms. Über die Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt immer mehr auf die Belebung des öffentlichen Raumes und die Durchführung diverser Aktionen und Veranstaltungen, weshalb die Raumsuche in den Hintergrund geriet.

Das Rhizom blieb mit seiner Idee aber nicht alleine. Im Sommer 2012 formierte sich eine weitere Gruppe, die sich dem Thema Freiraum annehmen wollte. Und schnell war klar, dass wir uns zusammen tun möchten, um zu erörtern wie groß der Raumbedarf in Bonn tatsächlich ist und andererseits ein starkes Bündnis zur Sichtbarmachung dieses Bedarfs zu schaffen.

Und irgendwie entstand so BonnBunt. Das Bündnis lud zum ersten großen Treffen, um weitere Gleichgesinnte zu mobilisieren und drängt seitdem an die Oberfläche.

Rhizom und BonnBunt agieren unabhängig, haben jedoch viele Berührungspunkte, bilden Verknüpfungen und unterstützen sich gegenseitig, um das gemeinsame Ziel der Schaffung eines Freiraums in Bonn voran zu bringen.

Klappe zu, Affe tot

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DSC_0392DSC_0390Trotz Kälte & Schnee machten sich einige dutzende Menschen auf, um die letzte Rhizombar im Netzladen zu begehen. Denn: Das Gebäude wurde verkauft, der Nela & andere Bewohner der Wolfstr. 10 müssen umziehen.

Passend zum Untergang unseres geliebten Treffpunkts und zum Sieg des Kapitals stand der Film Catastroïka (2012) von Aris Chatzistefanou und Katerina Kitidi aus Griechenland im Mittelpunkt des Abends. Polemisch, zuspitzend, crowd funded; ein kämpferischer und emotionaler Film, sowohl in seinem Inhalt als auch in seiner Machart. Er zeigt, dass es nicht nur um Griechenland und dessen Zukunft geht, sondern dass wir am Ende vielleicht alle in einem Boot sitzen werden und gemeinsam paddeln sollten.

Musikalische und kulinarische Häppchen ließen die Katastrophe weniger groß erscheinen. Es gab Rembetiko, Auberginenmöpse, Mekka-Bällchen, schwarzes Schaf, Sarali und Psychospieße…

…und irgendwie wurde es dann doch wieder spät. Am Ende blieb nur noch er:DSC_0397

Danke an alle, die dabei waren!

Die Kurzen an der Leinwand

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Die Kurzen an der Leinwand

Dieses Mal ließen sich Freunde des Kurzfilms zweieinhalb Stunden an einem neuen Ort und mit aufgespannter LeinWAND in andere Welten und Realitäten entführen.
Bei nun wirklich nicht mehr sommerlichen Temperaturen, dennoch tollstem Herbstwetter, fallenden Blättern, scheinendem Mond und guter Laune aller Beteiligten, schwebten rund 80 Leute für eine neue Folge von KadW ein.

„Runter von der Straße“ hat Mama immer gesagt und wir haben uns dran erinnert, ganz brav mit dem Hausmeister gesprochen und lieben ihn dafür dass er uns willkommen geheissen hat auf dem Hof der Marienschule.
Mit zuvor gut gewählter Kleidung konnte die Atmosphäre dieses erstmalig genutzten öffentlichen (Vorführ)Raumes genossen werden und wie immer sorgten die Zuschauer selbst für bequemes Sitzen, was in Anbetracht des bevorstehenden Spermülls kein Problem darstellte. So fanden einige zuvor von ihren Damen und Herren verstoßene Sitzgelegenheiten noch einmal für für kurze Zeit zu ihrer Bestimmung zurück. Für die meisten Stücke wohl das letzte mal.

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